In der sogenannten Schuldenkrise ziehen vor allem die privaten, neoliberalen Investoren das Geld aus einigen sozialen Strukturen (z.B. Staaten, Gemeinden) ab, um es in Gewinn-trächtigere Projekte zu investieren. Anders schaffen es die Märkte nicht, die immer schneller steigenden Erwartungen (ans Wachstum) zu erfüllen. Die Krise ist in ihrer Konsequenz ein Angriff auf die eigene Zivilisation. Soziale Strukturen können sich wegen dieser steigenden Gewinnerwartungen nicht mehr finanzieren (zu hohe Renditen / Zinsen) und haben so keine finanzielle Existenzgrundlage. Wenn mittels eines Rettungsschirms geholfen wird, so wird gleichzeitig ein Abbau des Sozialstaats erwartet. So helfen die Notkredite nur noch den privaten Gläubigern und nicht mehr der Gesellschaft. Die Illusion vom ewigen Wachstum, der die Regeln der Märkte noch unterworfen sind, ist aber ein schädlicher Irrglaube, solange wir alle mit der einen sich nicht vermehrenden Erde leben müssen und wollen.
Wir brauchen keine Reformen, sondern einen grundlegenden Wandel, eine soziale Revolution. Wir alle sollten unser Denken und Handeln neu strukturieren, uns weniger darüber definieren, was wir unseren Eigentum nennen, und uns mehr darauf besinnen, wer wir eigentlich sind und was wir einander bedeuten.
Solidarisiert euch – Wir sind alle Menschen!
Wenn auf den Märkten also nicht auch negative Zinsen, z.B. als Konsequenz aus Verlusten, hingenommen werden, sondern immer ein Zins aufgeschlagen wird, so verlangen diese Märkte dynamisch immer weiter neues Geld bzw. neue Schuld. Auf einer Erde mit begrenzten Rohstoffen können wir Menschen aber kein ewiges Wachstum erwarten – schon gar nicht exponentiell. Wir brauchen finanziell auch gesamt-rückläufige Entwicklungen, anstatt beispielsweise die Privatisierung (Herkunft 16. Jhd: lateinisch privare “trennen”, “berauben”, wörtlich also “geraubt”) der öffentlichen Infrastruktur.
Auch wenn eine Zentralbank so eingreift, wie es z.B. die EZB mit dem Ankauf von Staatsanleihen plant, so ändert dies nichts an der Ursache, sondern sie würde gezwungen, immer schneller neues Geld in den Umlauf zu bringen. Es käme lediglich zur Inflation der realen Geldmenge. Kapitalismus ist kein Patient, sondern eine Krankheit. Die sozialen Interessen müssen wieder gestärkt werden, materielle Interessen hingegen sollten wieder einen realen Bezug erhalten, unter Wahrung der Menschenrechte – weltweit.
Mit internationaler Solidarität für eine soziale Revolution!

(Generalstreik in Griechenland am 26. September 2012)
Im christlichen Denken war Gier eine Todsünde. Heute ist Gier „Begleiterscheinung und Nebenprodukt eines Wettbewerbs, der davon regiert wird, die stets lauernde Chance auf den jeweils noch besseren Deal nicht zu verpassen“ schreibt Soziologe Sighard Neckel. Nach seiner Studie hat sich auf den modernen Finanzmärkten eine ökonomische Handlungsstruktur entwickelt, „die genau jene Eigenschaften aufweist, die wir mit Gier verbinden: die Steigerung von Renditen um ihrer selbst willen, jenseits aller sachlichen Bindung, nur vom Ziel bestimmt, den Gewinn von heute Morgen durch höhere Gewinne am nächsten Tag zu überbieten“.
siehe .http://www.muk.uni-frankfurt.de/43220823/206
guter artikel besonders die kritik auf das geldsystem.
das ist wahrscheinlich auch der grund warum über die occupy bewegung nicht mehr geschrieben wird, weil viele eine reform des geldsystems fordern.
einen fehler hat sich aber doch eingeschlichen.
”Es käme lediglich zur Inflation der realen Geldmenge”
ich glaube es ist eine täuschung dass viele menschen glauben es komme eine inflation. schaut man auf die symptome dann sieht man deutlich dass es nach einer deflation sowie in den 30ern aussieht.
in griechenland finden die leute keine arbeit mehr (massenarbeitslosigkeit), immer mehrere unternehmen gehen pleite (welches wieder die arbeitslosenquote nach oben steigt), menschen können nicht ihre schulden bezahlen usw
das sind alles symptome einer deflation.
die unternehmen gehen pleite weil sie keine kredite mehr bekommen (sprich neues geld), massenarbeitslosigkeit ist auch ein zeichen einer deflation nicht einer inflation!
gemeinde gehen pleite usw.
überall fehlt geld. fehlendes geld bedeutet deflation!
man darf nicht vergessen dass das meiste geld giralgeld ist. somit kann ja die ezb schön drucken. es kommt ja nicht in den kreislauf sondern zuerst zu den banken die wahrscheinlich damit erstmal ihre geldbilanz einigermaßen ausgleichen müssen. (wie war das nur 5% des geldes ist duch scheine gedeckt???)
seid den siebzigern leben wir ja schon in einer inflaton (merken wir nur nicht weil das meiste geld im ”casino” steckt)
jetzt geht es darum die gigantische geldmenge zu verkleinern (unternehmen bekommen keine kredite mehr usw)
erst kommt eine inflation, dann eine deflation und in einer deflaton ereignet sich noch einmal eine kleine inflation. so wars bis jetzt in der geschichte. oder im schlimpfsten fall krieg…
wie gesagt in südeuropa fehlt überall geld es sind die symptome der 30er. kann mich aber natürlich auch irren. hoffen wirs. denn eine deflation ist viel schlimmer als eine inflation!! besonders auch für die psyche.
in einer inflation gibt es ja ein überfluss von geld (eig nicht denn das geld ist ja nichts wert, jedoch ist dieses abstrakter. unsere emotionale bindung ist darauf programmiert zufrieden zu sein wenn wir vele scheine haben und deprimiert zu sein wenn wir nichts haben) und ich denke gerade die psyche ist hier wichtig. in einer inflation verlieren die menschen zwar den wert des geldes trotzdem werden sie das wohl ganz anders aufnehmen als bei einer deflation. es ist bestimmt am anfang ”lustig” so viel geld zu haben. man ist gelassener und kann sich so alternativen ausdenken (cigaretten, alkohol usw)
bei einer deflation wirds wohl anders verlaufen. die menschen haben ja dann angst vor dem ständigen verlust der bei einer deflation natürlich viel bewusster ausfallen wird, weil dann direkt geld fehlt, also in form der materie.
haben menschen jedoch panische angst vor dem verlust dann schalten sie auf !behalten und bekommen! um. bei so einer geschaltenen psyche ist es weitaus schwieriger alternative netzwerke zu bilden weil ja dann auch der misstrauen und die gier denke ich mal weiter wachsen werden usw.
keine ahnung vllt dichte ich mir hier auch etwas zusammen. aber ich kann mir vorstellen dass die psyche eine inflaton besser verkraftet und die menschen besser zusammenarbeiten als bei einer deflation. obwohl beides ja irgendwo das gleiche ist!